Auf dieser Seite finden Sie erste Informationen über das so genannte "bewegte Klassenzimmer": 
M. Seeberger (L)
(Hinweis)

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Einige Gedanken zum Konzept:

Schule ohne Tische – geht das ?
Und ob! Schüler und Lehrer sind begeistert, seit sie ihr Klassenzimmer „beweglich“ eingerichtet haben: Tische und Stühle wurden durch stabile Sitzbänke ersetzt, die in vielfacher Weise Bewegungsspielen dienen und je nach Bedarf im Kreis, in kleineren Gruppen oder in Reihen angeordnet werden. Zum Schreiben und Malen sitzen die Kinder auf einem dicken Kissen an der Bank, die nun als Tisch dient. Geschehen in der ersten und zweiten Klasse der Freien Waldorfschule Würzburg.
Seit Januar 2007 wurden in den ersten zwei Klassen (inzwischen sind es drei) Tische und Stühle durch stabile Sitzbänke ersetzt, die in vielfacher Weise Bewegungsspielen dienen und je nach Bedarf im Kreis, Halbkreis, in kleineren Gruppen oder in Reihen angeordnet werden. Auch ein Teppich, der bei Bedarf weggerollt werden kann, lädt zum Sitzen oder Turnen einen. Beim Schreiben und Malen sitzen die Kinder auf einem dicken Kissen vor der Bank, die nun als Tisch dient. Je zwei Kinder teilen sich ein kleines Regal für die Straßenschuhe und Schulranzen.
 
Die Lehrer dieser drei Klassen erleben diese mobile Klassenzimmereinrichtung als eine echte Bereicherung:
·        Außerhalb und innerhalb des Unterrichtes bietet sie den Kindern vielseitige Bewegungsmöglichkeit.
·        Der Kontakt der Schüler untereinander – und zum Lehrer – ist intensiver.
·        Der Lehrer kann z.B. bei Bewegungsübungen die ganze Gestalt des Kindes wahrnehmen.
·        Beim Lernen im Kreis scheinen die schwächeren Schüler von der Konzentration der stärkeren besser mitgetragen zu werden.
·        Das Umräumen der Bänke wird nicht als verlorene Zeit, sondern als Übungsfeld erlebt, wahrzunehmen, wo gerade der Handgriff des Einzelnen nötig ist, um die jeweils nötige Ordnung herzustellen.

Bedenken, die auch bei einzelnen Lehrerkräften der Schule vorhanden sind:  
·        Es gibt in jeder Klasse meist zwei bis drei Kinder, die „eingeklemmt zwischen Tisch und Stuhl“ besser stillsitzen können.
·        Kann es nicht Rückenprobleme geben, wenn die Kinder den ganzen Vormittag über sich nicht anlehnen können?

U. Hünig (L)

Den Flyer können Sie hier downloaden.

 


Der Unterricht kommt weiter in Bewegung  
Seit 2006 wird in den Klassen 1–3 unserer Schule erfolgreich im „Bewegten Klassenzimmer“ unterrichtet, seit diesem Schuljahr (2009/2010) wird dies auch in der 4. Klasse erprobt.
 
Warum ein „Bewegtes Klassenzimmer“?
 
Neben physischen Krankheitsbildern, die bereits im Schulalter entstehen und sich zunehmend häufen (jedes vierte 6–11-jährige und jedes dritte 12–14-jährige Kind leidet unter Haltungsschäden, deren Hauptursache das statische Sitzen in Schule und Freizeit und der damit verbundene Bewegungsmangel ist), steigt die Zahl der Kinder, die an Antriebsarmut, Hyperaktivität und unzureichender Sozialkompetenz leiden. Es scheint daher dringend geboten, dieser Entwicklung auch durch eine Neugestaltung des Unterrichts gegenzusteuern. Hier setzt das Konzept „Bewegtes Klassenzimmer“ an. An den Waldorfschulen wurde immer schon versucht, den Unterricht möglichst bewegt und handlungsorientiert zu gestalten. Mit dem klassischen Schulmobiliar lässt sich das aber nur in sehr begrenztem Maße umsetzen. Im „Bewegten Klassenzimmer“ der Klassen 1–3 wurden Tische und Stühle durch stabile Sitzbänke ersetzt, die in vielfacher Weise Bewegungsspielen dienen und je nach Bedarf im Kreis, Halbkreis, in kleineren Gruppen oder in Reihen angeordnet werden können. Beim Schreiben und Malen sitzen die Kinder auf einem festen Kissen vor der Bank, die nun als Tisch dient.
 
Ab der 4. Klasse sind die SchülerInnen zu groß, um noch an Bänken auf dem Boden sitzend arbeiten zu können, und das schriftliche Arbeiten nimmt zu, so dass auf Tische nicht ganz verzichtet werden kann. Wie kann hier trotzdem eine flexible Unterrichtsgestaltung möglich werden? In Zusammenarbeit der Freien Waldorfschule Schwäbisch Hall mit einer Schreinerei für Massivholzschulmöbel (Fa. Hild, Rüscheid) wurden klappbare Schultische entwickelt, die von den Schülern zügig auf- und abgebaut und platzsparend (durch eine kippbare Arbeitsplatte) im Klassenzimmer verstaut werden können. Für die 4. Klasse der Würzburger Waldorfschule konnten diese Tische nun angeschafft werden. Dies wurde durch großzügige Spenden mehrerer Familien und Unternehmen ermöglicht.



Die 4. Klasse dankt Fam. Thomas Berthold, Wertheim; Arnold Hollerbach, Hardheim; Naturpunkt GmbH, Würzburg; Praxis Dr. Magers/Raab, Arnstein; Ulrike Hünig, Würzburg.
Hier einige Fotos aus unserer Schule - weitere hier.