Geschichtliches
 
Da gab es einen jungen Mann in Würzburg, dessen Eltern, als er ein kleiner Junge war, durch einen glücklichen Zufall von der Waldorfschule in Stuttgart erfahren hatten. Der Junge war ganz verstört gewesen, weil er bei dem Luftangriff auf Würzburg seine besten Freunde verloren hatte. In der Waldorfschule lebte er auf. So hatte er beständig bis ins Erwachsenenalter den Wunsch, dass auch in Würzburg eine Waldorfschule entstehen möge. Er konnte einige Freunde dafür erwärmen, u.a. einen aus Schweinfurt und einen aus Veitshöchheim, die er in der Waldorfschule kennengelernt hatte. Deren Eltern wußten von der Wirksamkeit der Waldorfpädagogik dadurch, dass sie mit der Anthroposophie (Geisteswissenschaft Rudolf Steiners) verbunden waren, und eine Mutter auch aus eigener Erfahrung. Mit seinen Freunden zusammen wandte er sich an die Menschen, die in einer kleinen Gruppe die Anthroposophie in Würzburg pflegten. Diese nahmen den Impuls freudig auf. 1968 gründeten sie gemeinsam den Waldorfschulverein. Bis die Schule so stand, wie sie heute steht, waren viele Schwierigkeiten zu überwinden: die Suche nach geeigneten Lehrern, nach dem Grundstück und vor allem der Erlangung der staatlichen Anerkennung der Schule mit staatlicher

Bezuschussung, was sich über Jahre hinweg hinzog. Dem großen Einsatz der Lehrer, der Eltern und des Vorstandes des Waldorfschulvereins ist es zu verdanken, dass es trotzdem gelungen ist. Das Motto des damaligen ersten Vorsitzenden, der zutiefst aus anthroposophischen Impulsen wirkte, war: "Wenn die geistige Welt will, dass hier in Würzburg eine Waldorfschule entstehen soll, wird es gelingen."


Waldorfschüler um 1930

 
  • 1968 - Der Waldorfschulverein wurde gegründet.
  • 1975 - Die Freie Waldorfschule Würzburg wurde in einem Büropavillon in Würzburg-Heidings-feld mit den Jahrgangsstufen 1 und 2 eröffnet.
  • 1978 - Die Schule zog in das neu errichtete Schulhaus im Oberen Neubergweg 14 um (am 3. April mit den Jahrgangsstufen 1 bis 6). Der Schulverein hatte das jetzige Grundstück in Erbpacht übernommen. Der erste Bauabschnitt - der heutige Hauptbau - umfasste neun Klassen- und einige Nebenräume.
  • 1981 - Das Schulgebäude war bereits mit neun Klassen voll besetzt. In eine 1979 errichtete Baracke wurden der Hort und ein Werkraum ausgelagert, das schaffte wieder etwas Platz.
  • 1984 - Dank der Unterstützung der Anthroposophischen Gesellschaft und der tatkräftigen Mithilfe und Opferbereitschaft vieler Eltern wurde dann doch ein Erweiterungsbau möglich. Trotzdem herrschte weiterhin noch Raumnot; viele Räume wie ein Klassenraum, ein weiterer naturwissenschaftlicher Raum, eine Turnhalle, Räume für die Prüfungsklassen sowie Werkstätten fehlten noch.
  • 1988 - Während der Sommerferien diesen Jahres vernichtete ein Feuer die Schulbaracke, der Platzbedarf wurde noch akuter.
  • 1990 - Im April wurde das schon ein Jahr vorher geplante Bauvorhaben, bei dem ein Kindergarten, eine Turnhalle, Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht, Klassen- und Gruppenräume sowie Räume für den handwerklichen und künstlerischen Unterricht dazu kommen sollten, vom Bayrischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus genehmigt.
  • 1991 - Im März wurde der erste Spatenstich für die Turnhalle gefeiert, das Richtfest fand schon im Juli 1991 statt.
  • 1992 - Mitte des Jahres konnte der Unterricht in den Werkstätten und in der Turnhalle aufgenommen werden.
  • 1993 - Im Juli wurde dann auch der Fachklassenbau fertig, am 2. Juli 1993 wurde er festlich eingeweiht.
  • 1998 - Es wurde mit dem Bau des Kindergartens am Oberen Neubergweg begonnen. Um dies zu ermöglichen musste der Sportplatz verkürzt und verschoben werden. Schon im Mai 1999 konnten die Kinder den neuen lichten Kindergarten beziehen.
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