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Geschichtliches
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| Da gab es einen jungen Mann in Würzburg, dessen Eltern, als er ein kleiner Junge war, durch einen glücklichen Zufall von der Waldorfschule in Stuttgart erfahren hatten. Der Junge war ganz verstört gewesen, weil er bei dem Luftangriff auf Würzburg seine besten Freunde verloren hatte. In der Waldorfschule lebte er auf. So hatte er beständig bis ins Erwachsenenalter den Wunsch, dass auch in Würzburg eine Waldorfschule entstehen möge. Er konnte einige Freunde dafür erwärmen, u.a. einen aus Schweinfurt und einen aus Veitshöchheim, die er in der Waldorfschule kennengelernt hatte. Deren Eltern wußten von der Wirksamkeit der Waldorfpädagogik dadurch, dass sie mit der Anthroposophie (Geisteswissenschaft Rudolf Steiners) verbunden waren, und eine Mutter auch aus eigener Erfahrung. Mit seinen Freunden zusammen wandte er sich an die Menschen, die in einer kleinen Gruppe die Anthroposophie in Würzburg pflegten. Diese nahmen den Impuls freudig auf. 1968 gründeten sie gemeinsam den Waldorfschulverein. Bis die Schule so stand, wie sie heute steht, waren viele Schwierigkeiten zu überwinden: die Suche nach geeigneten Lehrern, nach dem Grundstück und vor allem der Erlangung der staatlichen Anerkennung der Schule mit staatlicher |
Bezuschussung, was sich über Jahre hinweg hinzog. Dem großen Einsatz der Lehrer, der Eltern und des Vorstandes des Waldorfschulvereins ist es zu verdanken, dass es trotzdem gelungen ist. Das Motto des damaligen ersten Vorsitzenden, der zutiefst aus anthroposophischen Impulsen wirkte, war: "Wenn die geistige Welt will, dass hier in Würzburg eine Waldorfschule entstehen soll, wird es gelingen."
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